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....................... Marie-Luise Leupold >> Sagt Tacitus - Tacitus reports

Cecilia, 1997

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Roma-Termini, Therese schaut aus dem Fenster des Zuges auf das Getümmel der Menschen auf dem Bahnsteig, die ameisengleich Gepäckwagen hin und her schieben, sich dabei laut unterhalten und wild gestikulieren. Sie kann es nicht fassen, schon in Rom angekommen zu sein. Diesmal wäre ihre Seele wahrscheinlich doch lieber mit einer Pferdekutsche gereist, denn seit dem Erlebnis bei den Eichen und auch auf der Fahrt hierher erschienen vergessene Bilder aus ihrer Kindheit, die sie sich gern noch etwas länger angeschaut hätte. Im Zug roch es modrig, nach feuchten, mit Moos bewachsenen Steinen, als er durch einen langen Tunnel fuhr. Dieser Geruch hatte sie erinnert an die kleinen Kirche des Dorfes, in dem sie aufgewachsen war. Die prunklose Kirche mit den großen gotischen Fenstern, durch die der Wind pfiff, mit den hellblau angestrichenen Bänken und Holzverkleidungen, die farbig umrandet waren und der Kirche damit eine Leichtigkeit gaben, die Therese immer anziehend fand - im Gegensatz zu dem großen Auge der Dreifaltigkeit, das von der Spitze des Altars ehrfurchteinflößend herabblickte. So oft sie konnte, war sie in dieser Kirche. Ihr älterer Bruder war ein "Läutejunge", er brachte die Glocken der Kirche allabendlich, vor den Gottesdiensten, bei Hochzeiten, Taufen oder Beerdigungen zum Klingen, in dem er an den langen Seilen zog, die von den Glocken herunter hingen. Therese fand es gruselig und abenteuerlich, auf dem Kirchturm herumzuklettern, von den im Schlaf gestörten Fledermäusen mißtrauisch beäugt zu werden und die Schwingungen der Glocken im Holzgebälk zu spüren. Sie war stolz darauf, daß sie mit ihrem Bruder dort hinaufklettern durfte. Mädchen hatten eigentlich mit Puppen zu spielen. Sie interessierte sich viel mehr für die Bandenkriege im Dorf, Ober- gegen Mittel- und Unterdorf, wobei die Jungs vom Mitteldorf, zu dem ihre Brüder gehörten, meistens die stärksten waren. Therese wollte immer so gern mitkämpfen und hatte angeregt, daß man die Schlacht der Germanen gegen die Römer inszenieren könnte, aber die Dorfjungs hatten kein Ohr dafür. Sie wurde sogar für ihren Vorschlag gehänselt, was wahrscheinlich daran lag, daß man den Geschichtslehrer, der über die Varusschlacht erzählte, nicht ernst nahm und ihn mit Vorliebe nachäffte. "Ihr seid Germanen und die Schlacht im Teutoburger Wald gehört zu eurer Vergangenheit!" So begann der alte Herr immer seine Berichte über die Schlacht im Teutoburger Wald, die offensichtlich seine Lieblingsschlacht war und die in seinen Geschichtsstunden immer wieder geschlagen wurde.
Im Jahre 9 nach Christus brachen in verschiedenen Regionen Germaniens Aufstände aus, die dazu dienten, die römischen Streitkräfte an verschiedene Orte zu zerstreuen. Varus nahm dies trotz empfangener Warnungen nicht ernst, so daß es Herman und seinen Mitverschworenen gelang, die römischen Heere zu zersplittern. Nahe bei der Quelle der Lippe nach einem langen beschwerlichen Marsch durch Sümpfe und Wälder, sah Varus in einer von Hügeln umgebenen Senke, deren Anhöhen überall von Germanen besetzt waren, sich plötzlich eingeschlossen.

Im Gegensatz zu allen anderen Schülern fand Therese die Erzählung des Geschichtslehrers nicht uninteressant. Sie hörte aufmerksam zu und ging danach - wie immer, wenn sie etwas zu besprechen hatte, was sie mit keinem teilen konnte - zu den Eichen auf dem Feld. Die Eichen waren ihre stillen Freunde und Verbündete geworden, denen sie alles erzählen konnte. Auf dem Dachboden des elterlichen Hauses machte Therese einen für sie bedeutenden Fund.
Sie hatte eine alte Ausgabe einer Brockhaus-Enzyklopädie hervorgekramt und darin einen Text zu Herman, lat. Arminius, dem Sohn des Cheruskerfürsten Sigimir gefunden.

Nachdem Herman seine Bildung in Rom vollendet hatte, wurde er in den Ritterstand aufgenommen und bei dem Heer des Augustus angestellt. Allein weder dessen Gunst noch der Zauber höherer Ausbildung machten ihn seinen Erinnerungen und den Göttern seines Vaterlandes untreu. Gebildet in der Schule der Römer, lernte er in Rom Rom überwinden. Herman war überzeugt, daß germanische rohe Tapferkeit der römischen Kriegskunst im offenen Felde nicht widerstehen könne und griff daher zur List.

Für Therese war es schwierig, in dem alten Lexikon zu lesen, denn die Ausgabe war von 1834 und in entsprechend altdeutschen Lettern gesetzt.
Mühevoll reihte sie Buchstabe an Buchstabe als sie die Ausführung über die Varusschlacht abschrieb. Therese notierte sich damals immer alles, was ihr wichtig war und las es den Eichen vor. Dabei lehnte sie sich an den Stamm der Eiche, die am weitesten zum Wald hinstand, um sicher zu gehen, daß sie von niemandem entdeckt werden konnte.

Nachdem Herman die Freiheit seines Landes erfochten hatte, zerstörte er die Festungen der Römer an der Elbe, der Weser und am Rhein und bemühte sich, den kriegerischen Geist der Germanen zu bilden.
Allein mußte Herman bald gegen seine eigenen Brüder kämpfen - unter ihnen war Segestes, eines mächtigen Stammes Haupt, dessen Tochter Herman entführt hatte. Segestes rief die Römer zu Hilfe und schnell erschien unter Germanicus Anführung ein römisches Heer, welches ihn vom Untergang befreite.
Unter den Gefangenen, welche in die Hände der Römer fielen, befand sich auch die Gattin Hermans, Tusnelda. Als man sie dem Germanicus vorstellte, war ihr Betragen wie ihre Gesinnung des Gatten würdig, ihr Schmerz, sagt Tacitus, war stumm, sie wandte weder Tränen noch Bitten an, ihre Hände hielt sie gefaltet und ihr Blick war auf den Leib geheftet, welcher den Sohn des Befreiers von Germanien barg.

Bis zu dieser Stelle hatte Therese es immer geschafft, vorzulesen. Dann liefen ihr dicke Tränen über die Wangen, und ihre Augen waren lange trüb. Sie lehnte sich dann eng an den Stamm der Eiche und fühlte die Wärme der vom weichen Abendlicht beschienenen Rinde und das samtige Moos darauf.
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Kurz vor ihrer Reise nach Rom bekam Therese eine Einladung zu einen Klassentreffen in ihrem Heimatort. Sie war sich unschlüssig darüber, ob sie dahin fahren sollte. Einerseits hatte sie vor der Reise beruflich noch viel zu erledigen, aber andererseits war sie neugierig, was ihre ehemaligen Klassenkameraden jetzt machen und wie ein Treffen nach 20 Jahren wohl sein würde.
Als sie sich schließlich entschlossen hatte, zu dem Klassentreffen zu fahren, spürte sie ein unbestimmtes Kribbeln im Bauch. Viel zu früh kam sie in dem Dorf an, wo sie aufgewachsen und auch zur Schule gegangen war. Vieles hatte sich in diesem Dorf verändert, dennoch hatte sie - wie damals schon - das Gefühl, daß hier die Zeit stillzustehen scheint. Sie fuhr an dem elterlichen Haus vorbei, es war unbewohnt, unwirtlich und verfiel. Zum ersten Mal bedauerte Therese, die Schätze, die auf dem riesigen Dachboden lagen, nicht gerettet zu haben. Namentlich die alte Brockhaus-Ausgabe, die Allgemeine Deutsche Real-Enzyklopädie für die gebildeten Stände von 1834, hätte sie gern. Als sie darüber nachdachte, erinnerte sie sich daran, wie sie den Text über die Varusschlacht abgeschrieben hatte, um ihn den Eichen vorzulesen. In Gedanken war sie ganz unbewußt zu "ihren" Eichen gelangt, die hinter dem Dorf auf freiem Feld als immer noch zusammen standen.
Sie stieg aus dem Auto und stapfte über den schweren, schwarzen Acker zu den Bäumen. Die letzten warmen Sonnenstrahlen ließen die Eichen gold und rotfarben glänzen, die Stämme waren warm und weich und viel dicker mit Moos bewachsen als damals, als Therese so oft bei ihnen saß. Sie lehnte sich wieder an die Eiche, die am weitesten außen stand, so daß man sie nicht sehen konnte, wenn man auf dem Weg aus dem Dorf kam.
Therese fühlte sich sofort zuhause und in Schutz genommen und genoß dieses Gefühl, von dem sie nun erst wußte, wie sehr sie es all die Jahre vermißt hatte. Ihr war, als ob die Rinde der Eiche sich etwas öffnete, um sie in sich aufzunehmen oder zu umarmen. Therese saß regungslos da und ließ Gedanken und Erinnerungen vorbeiziehen. Fast wörtlich erinnerte sie sich an den Text aus der Enzyklopädie.

Als nun das Hauptheer nur noch aus drei Legionen und den von Herman für seine Pläne gewonnenen Hilfstruppen bestand, da ward der Aufstand unter den Deutschen immer allgemeiner. Herman und seine Freunde, die das Vertrauen des Varus genossen und Zutritt zu seinem Rate hatten, vervielfältigten indes die Beweise anscheinenden Diensteifers und drangen darauf, den Rebellen mutig entgegenzugehen und sie anzugreifen. Vergebens wiederholte Segestes seine Warnungen, mit jedem Tage entfernte sich das römische Heer weiter vom Rhein und vertiefte sich in den Gegenden, wo die verderblichste Schlinge ihm gelegt war.

Therese verlor langsam das Gefühl für sich und den Boden unter ihr. Bisher unbekannte Bilder erschienen vor ihren Augen.

Tusnelda. Als man sie dem Gemanicus vorstellte, war ihr Betragen wie ihre Gesinnung des Gatten würdig, ihr Schmerz, sagt Tacitus, war stumm, sie wandte weder Bitten noch Tränen an.

Tränen flossen über Thereses Gesicht, ein unendlich tiefer, niemals vorher gefühlter Schmerz schien ihr Herz zerreißen zu wollen. Die Erde begann zu beben oder ihr ganzer Körper bebte, und ihr war, als ob sie mit samt der Eiche von einem Wirbelsturm in die Luft gerissen wurde. Sie lehnte sich fest an die Eiche, krallte die Hände in die Rinde und schrie: "Ich bin Tusnelda, ich bin Tusnelda!" Darauf sank sie mit zittrigen Knien in das weiche Gras. Sie fühlte sich erleichtert. Langsam formten ihre Lippen noch einmal sehr zaghaft den Satz: "Ich bin Tusnelda."
Therese fühlte das Blut heftig in ihren Adern zirkulieren, ihr war heiß und zugleich lief ein Schauer der Angst über ihren Rücken. Was war geschehen?
Aber Thereses Kopf schien leer, keine Vergangenheit, keine Zukunft, nur hier und jetzt und eine Schwerelosigkeit. Ein Zustand, den sie nicht kannte.
Langsam schlichen sich die Gedanken wieder ein, Überlegungen, was war und was wird. Therese begann zu frösteln und sie bemerkte, daß es Nacht geworden war. Sie schaute auf ihre Uhr und erschrak ein wenig. Dann mußte sie lächeln, das Klassentreffen war sicher beendet - nur dieses Rom, Rom will Tusnelda jetzt endlich sehen!


Quelle: Marie-Luise Leupold: Sagt Tacitus, Katalogtext zu Matthias Leupold CECILIA; Villa Massimo Rom, 1998

 

Marie-Luise Leupold: Tacitus reports, Text from the catalogue CECILIA; Villa Massimo Rom, 1998

Roma-Termini, Therese looks out of the window of the train at the hurly-burly among the people on the platform, pushing trolleys of luggage to and fro like ants, talking in loud voices and wildly gesticulating. She finds it hard to believe that she has already arrived in Rome. This time her soul would probably have rather travelled by coach and four, for since her experiences by the oaks and on the journey here, forgotten images of her childhood have been constantly appearing, and she would have liked more time to view them. When the train went through a tunnel there was a musty smell, like damp stone covered in moss. This smell reminded her of the small church in the village where she grew up. The modest church with its large Gothic windows through which the wind blew, with its benches painted pale blue and the wooden panelling outlined in colour, giving the church a grace Therese had always found attractive - by contrast to the huge eye of the Trinity commanding her reverence from the top of the altar. She spent as much time as possible in this church. Her older brother was a bell-ringer; each evening, before the services, at weddings, christenings or funerals he would heave down the long ropes hanging from the bells, making them clang. Therese found it a gruesome adventure to climb up the church tower, to be eyed suspiciously by the bats disturbed in their sleep and to feel the vibration of the bells in the old beams. She was proud of the fact that she was allowed to climb up there with her brother. Girls were supposed to play with dolls. She was far more interested in the scraps between the gangs of lads in the village, upper village against middle or lower village; the boys from the middle of the village, her brother among them, were usually the strongest. Therese had always wanted to fight too, and suggested that they could stage the battle of the Teutons against the Romans, but the village lads wouldn't listen. She was even teased for her idea, which was probably because no one took the history teacher who described the Battle of the Teutoburg Forest seriously, and they all enjoyed imitating him. "You are Germans, and the battle in the Teutoburg Forest is part of your history!" That was the way the elderly gentleman would begin all his reports on the Battle of the Teutoburg Forest - obviously his favourite battle - which was fought over and over again in his history lessons.

In the year 9 A.D., rebellions broke out in various regions of Teutonia, which served to scatter the Roman forces to a number of different places. Varus did not take this seriously, despite warnings, so that Herman and his fellow conspirators succeeded in fragmenting the Roman army. Close to the source of the Lippe, after a long and difficult march through marshes and woods, Varus suddenly found himself trapped in a valley surrounded by hills, all occupied by Teutonic warriors.

By contrast to all the other pupils, Therese did not find the history teacher's story uninteresting. She listened carefully, and afterwards she went - as she always did when she wanted to talk about something which she could share with no one - to the oaks in the field. The oaks had become her silent friends and allies, and she could tell them everything. In the attic of her parents' house, Therese made a very important find. She dug out an old edition of a Brockhaus Encyclopaedia and in it she found a text about Herman, lat. Arminius, the son of the Cheruscan prince, Sigimir.

After Herman had completed his education in Rome, he was elevated to knighthood and employed in the army of Augustus. But neither this patronage nor the magic of education made him unfaithful to his memories or to the gods of his own country. Educated in the Roman school, he learned to overcome Rome in Rome. Herman was convinced that raw Teutonic courage was insufficient to defeat Roman warcraft in battle, and so he resorted to cunning.

It was difficult for Therese to read in the old lexicon, for the edition was from 1834 and therefore printed in the old German alphabet.
With considerable effort, she puzzled together letter after letter, copying out the description of the Battle of the Teutoburg Forest. At that time Therese always noted down everything which was important to her and read it out to the oaks. To do so she leant on the trunk of the oak which was farthest away, near the wood, so that she could be sure not to be discovered by anyone.

After Herman had fought and won freedom for his country, he destroyed the Romans' fortresses by the Elbe, the Weser and the Rhine and made every effort to develop the Teutons' fighting spirit.
But Herman was soon compelled to fight against his own brothers - among them Segestes, the chief of a mighty tribe, whose daughter Herman had abducted. Segestes called for the aid of the Romans, and soon a Roman army appeared under Germanicus, preserving him from downfall.
Amongst the prisoners who fell into Roman hands was Herman's wife Tusnelda. When she was presented to Germanicus, her conduct and bearing was worthy of her husband, Tacitus reports that she bore her pain in silence, resorting to neither tears nor pleas, she kept her arms folded and her eyes upon the body which bore the son of Teutonia's liberator.

Therese had always managed to read up to this point. But then huge tears began to run down her cheeks and her eyes had long dimmed over. She leant closer to the trunk of the oak and felt the warmth of the bark and the velvet moss upon it in the soft light of the evening sun.
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Shortly before her journey to Rome, Therese received an invitation to a class reunion in her home village. She was uncertain whether she should go. On the one hand, she had so much work to complete before the journey, on the other hand, she was curious to find out what her old schoolfriends were doing now and what it would be like to meet them after 20 years. When she had finally decided to go to the reunion, she began to feel a strange sensation at the pit of her stomach. She arrived at the village where she had grown up and gone to school far too early. Many things had changed in this village, but on the other hand she had the feeling - as she had done then - that time stood still here. She drove past her parents' old house, it was unoccupied, inhospitable and crumbling. For the first time Therese regretted not having saved the treasures which lay in the huge attic. That is, she would like to have the old edition of Brockhaus, the Universal German Encyclopaedia for the Educated Classes of 1834. When she thought about it, she remembered how she had copied out the text on the Battle of the Teutoburg Forest to read it out to the oaks. Deep in thought, she had quite subconsciously arrived at "her" oaks, which stood together beyond the village in an open field. She got out of the car and stomped over the heavy black field to the trees. The last warm rays of sun made the oaks shine golden and reddish, the trunks were warm and soft and more grown over with moss than they had been when Therese used to sit by them so often. She leant on the oak which stood furthest from the houses once more, so that she would not be visible if anyone came along the path from the village.
Immediately Therese felt at home and protected and relished this feeling, only becoming aware now of how much she had missed it over the years. It seemed to her as if the bark of the oak opened up a little to absorb her, or to embrace her. Therese sat there without moving and allowed her thoughts and memories free rein. She remembered the text from the encyclopaedia almost word for word.

When the main army consisted of only three legions and the troops Herman had won over for his plot, the revolt among the Teutons became more general. Meanwhile, Herman and his friends, who were trusted by Varus and had access to his council, increasingly demonstrated apparent devotion to duty and pressed Varus to advance bravely towards the rebels and attack them. In vain, Segestes repeated his warnings; every day the Roman army left the Rhine further behind it, straying deeper into the areas where a pernicious trap had been set.

Therese slowly began to lose a sense of self and of the ground beneath her. Previously unknown images appeared before her eyes.

Tusnelda. When she was presented to Germanicus, her conduct and bearing was worthy of her husband, Tacitus reports that she bore her pain in silence, resorting to neither tears nor pleas.

Tears flowed over Therese's face, a profound pain she had never felt before appeared to be tearing her heart in two. The earth began to rock, or her whole body was rocking, and she felt as if she, together with the oak, were being flung into the air by a tornado. She leant firmly against the oak, clawing her hands into the bark and shouted: "I am Tusnelda, I am Tusnelda!" After this she sank onto the soft grass, her knees trembling. She felt liberated. Slowly, timidly this time, her lips formed the sentence once more: "I am Tusnelda". Therese felt the blood coursing through her veins, she was hot and at the same time a shiver ran down her spine. What had happened?
But Therese's mind seemed empty, no past, no future, just here and now and a sense of weightlessness. A state unfamiliar to her.
Slowly certain thoughts crept back, considerations of what was and what would be. Therese began to feel cold and noticed that night had fallen. She looked at her watch and had something of a shock. Then she had to smile, for the class reunion would surely be over by now - only Rome remained, and Tusnelda wanted to see Rome at last!